Jede Zahnarztpraxis setzt sich mit dem Thema Kostensenkung auseinander. Einen genauen Blick auf die Kosten zu werfen, kann für Überraschungen sorgen. Wissen ist Macht! In diesem Blogbeitrag zeigen wir, wie man Praxiskosten senkt und die Profitabilität durch eine sorgfältige Analyse des Praxismanagements erhöht.

 

NDI-Blog-Tightening-Your-Dental-Practices-Belt-Analyzing-Dental-Practice-Management-to-Cut-Practice.jpgWarum geraten Zahnarztpraxen wegen der Festkosten in Schwierigkeiten?

 Natürlich gibt es hierfür eine Vielzahl an Gründen, aber häufig fehlt es an einer genauen Überprüfung. Ohne Preisvergleiche bei den Anbietern von Zahnarztprodukten wissen die Mitarbeiter nicht, warum die Ausgaben so hoch sind. Ohne regelmäßige Analyse der Personalkosten, der Bestellungen und der Bereitstellungskosten könnten Sie die wertvolle Chance verpassen, Ihre Bilanz zu verbessern.

1. Schritt: Analysieren Sie Ihre Ausgaben

 Setzen Sie Ihre Praxismanagement-Software ein! Prüfen Sie monatlich Ihre Ausgaben und den tatsächlichen Bedarf. Bestellen Sie zu viel Ware, die ungenutzt herumsteht? Bestellen Sie von mehreren Zahnarztbedarf-Unternehmen anstatt nur von einem? Haben Sie es sich zur Gewohnheit gemacht, Mitarbeitern regelmäßige Gehaltserhöhungen zuzugestehen, ohne einen Blick auf ihre individuellen Leistungen, ihr Engagement und ihre persönliche Einstellung zu werfen?

2. Schritt: Schrittweise Veränderungen

-Personal:

 Die Personalkosten machen den höchsten Teil der Praxiskosten aus. Eine Stelle unnötig zu besetzen oder automatisch Gehaltserhöhungen zu gewähren, ohne die Leistung und Produktivität in Betracht zu ziehen, kostet.

Manchmal ist es nicht notwendig, eine Stelle zu reduzieren, um Kosten zu senken. In einigen Fällen sind Mitarbeiter auch bereit, ihre Arbeitszeiten zu reduzieren, um sich mehr um ihre Familie zu kümmern. Die Frage an Ihre Angestellten, ob diese bereit wären, ihre Arbeitszeit zu erhöhen oder zu reduzieren, kann überraschende Ergebnisse liefern.  

-Bestellungen:

Die Kosten für Praxiszubehör können das Budget einer Zahnarztpraxis sehr belasten. Man verliert schnell den Überblick, wenn man die Bestellungen nicht ständig kontrolliert. Erklären Sie einen Mitarbeiter zum Verantwortlichen für den Einkauf, um doppelte Bestellungen zu vermeiden. Überprüfen Sie die Menge und den Verbrauch. Bestellen Sie zu viel und stapeln sich Ihre Vorräte in den Behandlungsräumen? Auch bei günstigen Produkten summieren sich die Kosten.  

Und am wichtigsten: Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal mit Ihren Lieferanten über das Thema Rabatte oder alternative, preisgünstigere Produkte gesprochen? Vielleicht ist es auch an der Zeit, den Lieferanten zu wechseln? Vielleicht kann ja ein anderer Lieferant bessere Preise und besseren Service bieten?

-Arbeitsabläufe und Equipment:

Wie oft überprüfen Sie die Effizienz Ihrer internen Arbeitsabläufe? Gibt es neue Software-Programme oder CAD-Systeme, die Sie nutzen könnten, um Ihre Effizienz zu steigern und Ihre Laborkosten zu senken? Kostensenkung bedeutet manchmal auch, in Prozesse und Technik zu investieren, um langfristig Geld zu sparen.

Diese Tipps sollten Sie dazu anregen, Ihre Ausgaben zu minimieren und 2017 noch profitabler zu arbeiten. Wenn Sie einmal über das Thema der Kostensenkung in Ihrer Zahnarztpraxis nachgedacht haben, fällt Ihnen auf, wie viele Bereiche analysiert und verbessert werden können. Wie gehen Sie mit unbezahlten Rechnungen um? Wie sichern Sie die Übernahme der Behandlungskosten? Wie sehen Ihre KPIs aus? Wenn Sie die Kosten/Nutzen-Analyse in Ihrer Prioritätenliste weit oben ansiedeln, werden Sie erstaunt sein, wie profitabel Ihre Zahnarztpraxis werden kann.

Photo credit: kenteegardin via Visual hunt / CC BY-SA
Kategorien: Praxis Management