Ihren Patienten wurden die Grundlagen der Mundhygiene in ihrer Kindheit beigebracht – aber behalten sie dieses Wissen auch bis ins hohe Alter? Putzen sie regelmäßig, aber nicht zu kräftig, benutzen sie Zahnseide? Patienten angemessene Zahnpflege zu vermitteln, ohne sie in die Defensive zu treiben und herablassend zu wirken, gleicht manchmal einem Drahtseilakt. Diese anspruchsvolle Aufgabe gelingt aber meist mit etwas Kommunikationsgeschick und den folgenden Strategien.

 

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Mundhygiene: Basiswissen

Die grundlegenden Praktiken und Hilfsmittel der Mundhygiene sind uns allen bekannt. Leider müssen Zahnärzte davon ausgehen, dass ihre Patientinnen und Patienten diese Hilfsmittel nicht immer regelmäßig und korrekt benutzen. Termine zur Zahnreinigung sind ideal, um mit Patienten über ihre Gewohnheiten bei der Mundhygiene ins Gespräch zu kommen. Ihre Zahnreinigungsassistenz kann sich von den Patienten zeigen lassen, wie sie ihre Zähne normalerweise putzen, und mit ihnen die besten Zahnreinigungstechniken besprechen, die dabei helfen, die Bildung von Plaque zu vermeiden. Viele Patienten sind sich gar nicht darüber bewusst, dass Zahnseide nicht nur dazu dient, Essensreste in den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Ihnen sollte erklärt werden, dass Zahnseide auch bakterielle Beläge entfernt, die zur Entstehung von Plaque beitragen. Wer regelmäßig Zahnseide verwendet, reduziert das Risiko von Zahnfleischerkrankungen erheblich. 

Ihre Patienten wissen vielleicht auch nicht, dass sich durch veränderte Trinkgewohnheiten ihre Fluoridaufnahme verändert. Wer vermehrt Flaschenwasser oder gefiltertes Wasser trinkt, reduziert auch seine Aufnahme von Fluorid aus Leitungswasser, und verringert so die Kariesprophylaxe. Wenn Ihre Patienten vor allem in Flaschen abgefülltes Wasser trinken, sollten Sie mit Ihnen darüber sprechen, ob sie genug Fluorid zu sich nehmen.

Zahngesundheit und gesundheitlicher Allgemeinzustand

Erwachsene Patienten sind sich vielleicht der Bedeutung korrekter Mundhygiene für den Zustand ihrer Zähne bewusst. Aber wissen Sie auch, dass sich schlechte Zahngesundheit auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand auswirkt? Bekanntermaßen legen aktuelle Studien nahe, dass es Zusammenhänge zwischen der Zahngesundheit und Krankheiten wie Lungenentzündung, Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Alzheimer gibt. Anders als Kinder, die mit Spaß an die Sache herangeführt werden sollten, profitieren Erwachsene davon, wenn sie die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung verstehen.

Denken Sie darüber nach, Informationen über den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Allgemeinzustand in Ihrem Praxis-Newsletter, in Ihrem Wartezimmer oder als Flyer am Ende eines Zahnreinigungstermins zur Verfügung zu stellen. Bieten Sie Ihren Patienten an, während eines Behandlungstermins eventuelle Fragen über diese Zusammenhänge zu beantworten.

Vorteile neuer Technologien nutzen 

Technikaffinen Patienten stehen eine ganze Reihe von Hilfsmitteln zur Verfügung. Informieren Sie sie über neue Tools wie „smarte Zahnbürsten”, die die Effektivität ihrer Putzgewohnheiten messen und dabei helfen können, diese zu verbessern. Smartphone Apps wie z. B. „Brush DJ” können junge, aber auch erwachsene Patienten dabei unterstützen, mit der eigenen Musik im Hintergrund länger zu putzen. Gleichzeitig erinnert die App an die Verwendung von Zahnseide oder daran, dass es Zeit für eine neue Zahnbürste ist. Vergessen Sie nicht, Ihre Patienten auf die gewünschte Weise an den nächsten Zahnarzttermin zu erinnern – die meisten bevorzugen eine Termin-Reminder via SMS.

Die Bedeutung der guten Patientenbeziehung

Um einen positiven Einfluss auf die Zahnpflege von erwachsenen Patienten zu nehmen, muss vor allem eine gesunde Beziehung zwischen Zahnarzt, dem Praxisteam und dem Patienten gegeben sein. Vertrauen führt immer noch zu den besten Ergebnissen.

Versichern Sie sich, dass Patienten die regulären Vorsorgeuntersuchungen einhalten und richten Sie Ihr Angebot nach den individuellen Patienten-Typen aus. Dies kann dazu beitragen, dass Patienten ihre Vorsorgetermine besser wahrnehmen. Hier einige Tipps, wie Sie die Patientenbeziehung noch verbessern können. 

  • Einführung eines wirkungsvollen Kundenbeziehungsmanagements (CRM): Wenn Sie mit Ihren Patienten in Kontakt bleiben, fühlen diese sich wertgeschätzt, gewürdigt und gut versorgt. 
  • Verbinden Sie sich mit Ihren Patienten über Ihre Webseite und Social-Media-Kanäle, stellen Sie Ihr Team dort persönlich vor. Wenn Patienten das Gefühl haben, Sie zu kennen, werden Sie Ihnen eher ihr Vertrauen schenken. 
  • Kommunizieren Sie einfühlsam und respektvoll. Nehmen Sie sich Zeit und sprechen Sie mit Ihren Patienten nicht nur während der Behandlung, sondern bieten Sie ihnen auch vor- oder nachher Ihre volle Aufmerksamkeit im Rahmen eines Gesprächs über ihre Bedürfnisse und Interessen. Wenn sich Patienten wahrgenommen fühlen, werden sie Ihnen vertrauen und Ihre Empfehlungen befolgen.

Wenn Sie die Zahnpflege Ihrer Patientinnen und Patienten positiv beeinflusst und regelmäßige Zahnreinigungstermine angeregt haben – wie können Sie sicherstellen, dass Ihre Patienten exakt die Zahnbehandlung bekommen, die sie auch brauchen? In den letzten Jahren wurden wirkungsvolle und schmerzfreie minimalinvasive Zahnbehandlungen zu einer attraktiven Alternative, besonders bei ängstlichen Patienten. Erfahren Sie mehr über minimalinvasive Behandlungsmethoden in unserem Blog.

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